Baby-Schlafsack nach Temperatur: TOG-Tabelle und was darunter gehört
TOG-Tabelle einfach erklärt: von 0,5 im warmen bis 2,5 im kühlen Zimmer, und was dein Baby nachts darunter trägt.
Welcher Schlafsack bei welcher Temperatur? Beim Baby-Schlafsack entscheidet die Temperatur im Schlafzimmer, nicht das Wetter, die Jahreszeit oder das Alter deines Babys. TOG ist das Maß für die Wärme eines Schlafsacks: je höher, desto wärmer. Hier findest du die TOG-Tabelle, was dein Baby nachts darunter trägt und woran du am Nacken merkst, ob es passt.
Auf einen Blick
16 bis 17 °C
2,5 TOG, mit Schlafanzug
18 bis 19 °C
1,0 TOG, mit Schlafanzug
20 bis 23 °C
1,0 TOG, Kurzarm-Body
ab 24 °C
0,5 TOG, Body oder Windel
Bei welcher Raumtemperatur schläft dein Baby am besten?
Ideal sind 16 bis 20 °C im Schlafzimmer. Deutschland und Österreich nennen 16 bis 18 °C, 18 °C liegt in allen Empfehlungen. Eine amtliche TOG-Tabelle gibt es nirgends, auch nicht in Großbritannien: Die Stufen unten stammen aus Herstellertabellen.
Stell ein Thermometer ans Bett, nicht in den Flur. Eine Schätzung kann für eine Wohnung um etwa 3 °C danebenliegen, und nachts kühlt das Zimmer ab: in einer britischen Winterstudie von 1989 um gut 4 °C, in gedämmten Wohnungen heute wohl weniger. In BabyWear, der Babywetter-App, stellst du unter Schlafen den gemessenen Wert ein und siehst TOG-Wert und Kleidung darunter.
Bei 6 °C am Morgen denkst du vielleicht an den Winter-Schlafsack, doch ein geheiztes Schlafzimmer mit 21 °C braucht auch im Januar nur 1,0 TOG. Sommer-, Übergangs- und Winter-Schlafsack stehen hier für 0,5, 1,0 und 2,5 TOG, bei Herstellern heißen sie oft anders. Es zählt das Etikett.
Der Schlafsack folgt dem Zimmer, nicht dem Kalender.
TOG-Tabelle: Welcher Baby-Schlafsack bei welcher Temperatur?
| Zimmer | Schlafsack | Darunter |
|---|---|---|
| 14 bis 15 °C | 2,5 TOG | Langarm-Body, Schlafanzug, Zimmer wärmen |
| 16 bis 17 °C | 2,5 TOG | Langarm-Body, Schlafanzug |
| 18 bis 19 °C | 1,0 TOG | Langarm-Body, Schlafanzug |
| 20 bis 23 °C | 1,0 TOG | Kurzarm-Body |
| 24 °C | 0,5 TOG | Kurzarm-Body |
| 25 bis 26 °C | 0,5 TOG | Ärmelloser Body |
| ab 27 °C | 0,5 TOG | Windel |
TOG-Tabelle für den Baby-Schlafsack von 0 bis 3 Jahren, nachts wie mittags. Unter 16 °C ist das Zimmer kühler als empfohlen: Wärme es auf 16 bis 20 °C, statt mehr anzuziehen oder zuzudecken.
Was ziehst du deinem Baby nachts unter den Schlafsack an?
Höchstens zwei Teile: einen Body und, nur bis 19 °C, eine wärmende Schicht, also Schlafanzug oder Strampler. Ab 20 °C reicht der Body allein, ab 27 °C die Windel. Hast du nur einen Schlafsack mit 3,5 TOG, kommt bei 16 und 17 °C nur der Langarm-Body darunter. Ab 18 °C ist er zu warm. Schläft dein Baby bei dir im Bett, wärmst du mit: eine Schicht weniger, ein eigener Schlafsack, deine Decke weg. Am sichersten schläft es im eigenen Bett in eurem Schlafzimmer.
- Immer auf den Rücken: im ersten Lebensjahr zu jedem Schlaf, auch mittags.
- Keine zweite wärmende Schicht: keine Strickjacke, kein Pullover, keine Strumpfhose, keine Leggings.
- Keine Socken: Die Füße wärmt der Schlafanzug mit Füßen.
- Keine Mütze, keine Handschuhe: auch nicht bei Neugeborenen: Über den Kopf gibt dein Baby Wärme ab, und eine Mütze kann ins Gesicht rutschen.
- Keine Decke, kein zweiter Schlafsack: Zwei Schlafsäcke wärmen mehr, als ihre TOG-Werte zusammen vermuten lassen.
- Keine Wärmequelle: keine Wärmflasche, kein Heizkissen, kein Kirschkernkissen. Das Bett steht nicht an der Heizung, am Fenster oder in der Sonne.
- Nichts Loses: kein Kissen, kein Nestchen, kein Kuscheltier, kein Lätzchen und keine Bernstein- oder Schnullerkette im Bett.
Mehr Wärme kommt vom Zimmer oder vom Schlafsack, nie von Mütze, Socken oder Decke.
Schlafsack bei 17 oder 18 Grad: Was tun zwischen zwei Stufen?
Hier liegt ein deutsches Schlafzimmer im Herbst und Winter oft, kaum geheizt, Fenster gekippt. Bei 17 °C ist es der Winter-Schlafsack mit 2,5 TOG, bei 18 °C der Übergangs-Schlafsack mit 1,0 TOG, jeweils über Langarm-Body und Schlafanzug.
Bist du unsicher, nimm den dünneren Schlafsack mit Langarm-Body und Schlafanzug und fühl später im Nacken. Ist der Nacken kühl oder fällt das Zimmer nachts unter 18 °C, ist der 2,5-TOG-Schlafsack richtig, denn zu kalt ist auch nicht gut.
Baby nachts zu warm oder zu kalt? Der Nacken-Check
Fühl im Nacken oder zwischen den Schulterblättern. Warm und trocken heißt: Es passt. Kühle Hände und Füße sind normal.
- Zu warm: schwitziger Nacken, feuchte Haare oder rote Wangen. Zieh eine Schicht aus oder nimm den leichteren Schlafsack.
- Zu kalt: kühler Nacken. Dann kommt der Schlafanzug dazu, unter 18 °C der wärmere Schlafsack. Über 20 °C nie mehr als 1,0 TOG.
Umziehen darfst du auch im Schlaf. Lieber etwas kühler als zu warm: Ein frierendes Baby wacht auf und weint, ein überwärmtes schläft oft weiter.
Wie viel TOG im Winter, wie viel im Sommer?
Ist dein Baby im Winter geboren, sagt dein Bauchgefühl: mehr. Doch auch bei Frost zählt nur das Zimmer: Bei 16 bis 17 °C reicht der 2,5-TOG-Schlafsack mit Langarm-Body und Schlafanzug, mehr nicht. Friert dein Baby schnell, ändert das unter 6 Monaten nichts, danach darf höchstens ein Woll-Body den Baumwoll-Body ersetzen. Für den Tag draußen: Babys anziehen im Winter.
Kühlt das Schlafzimmer im Hochsommer nicht unter 26 °C ab, passt der Sommer-Schlafsack über einem ärmellosen Body, ab 27 °C nur über der Windel. Ab 24 °C gilt die Nacht als zu warm: tagsüber abdunkeln, nachts lüften, im kühlsten Raum schlafen, öfter Brust oder Fläschchen anbieten, unter 6 Monaten kein Wasser. Den Ventilator nie auf dein Baby richten und außer Reichweite stellen. Mehr dazu: Baby bei Hitze anziehen.
Ab wann in den Schlafsack, und welche Größe passt?
Ab der Geburt, in der Größe nach Gewicht und Länge laut Hersteller, bei Frühgeborenen sobald die kleinste passt: für Neugeborene 50 oder 56 cm, Größe 70 ist zu groß. Am Hals passt ein Erwachsenenfinger zwischen Hals und Stoff, die Armlöcher sind eng, damit dein Baby nicht hineinrutscht, und es gibt keine Kapuze. Kauf ihn nie auf Zuwachs.
Vom Pucken zum Schlafen rät das BIOEG ab. Wer doch puckt: dünnes Tuch, nur in Rückenlage, Hüften locker, Schluss beim ersten Drehversuch, spätestens mit 3 Monaten. Nie gepuckt in den Schlafsack oder ins Elternbett: Das wird zu warm.
Dein Baby ist erkältet: Braucht es einen wärmeren Schlafsack?
Nein. Ist dein Baby erkältet oder hat leicht erhöhte Temperatur, bekommt es den Schlafsack, der zum Zimmer passt. Keine Extra-Schicht, keine Decke, keine Mütze, auch nicht im Winter: Zu warme Kleidung kann die Körpertemperatur selbst erhöhen. Bis auf die Windel ausziehen aber auch nicht: normal anziehen, öfter im Nacken fühlen. Bei Fieber nie pucken.
Fieber ist Körpertemperatur
Die Tabelle meint das Zimmer. Hol sofort ärztlichen Rat, wenn dein Baby unter 3 Monaten 38 °C oder mehr hat oder mit 3 bis 6 Monaten 39 °C oder mehr. Bei heißer, trockener Haut, Benommenheit oder wenn es sich kalt anfühlt, schlapp oder ungewöhnlich ruhig ist: sofort den Notruf.
Mittagsschlaf und Kleinkind: Gelten dieselben Regeln?
Ja, der Mittagsschlaf folgt den Regeln der Nacht. Tagsüber ist der Raum oft wärmer, miss also auch dort, und zieh Strickjacke, Strumpfhose und Socken vom Tag vorher aus. Schläft dein Baby im Kinderwagen ein, kommen drinnen Mütze, Overall und Fußsack sofort ab, und du legst es flach ins Bett. Was es wach drinnen trägt: Baby zu Hause anziehen.
Der Schlafsack bleibt mindestens bis 2 Jahre und solange dein Kind im Gitterbett schläft. Klettert es heraus, ist es Zeit für ein niedriges Bett. Läuft es schon, geht bei 18 bis 23 °C auch ein Schlafsack mit Fußöffnungen: aus Baumwolle statt Fleece und bei 18 bis 19 °C mit einem Schlafanzug mit Füßen statt Socken. Hat dein Kind morgens nasse Haare, lass eine Schicht weg, meist den Schlafanzug, erst ab 22 °C nimm stattdessen den dünneren Schlafsack, nie beides. Unter 16 °C ziehst du es nicht leichter an.
Häufige Fragen
Das Maß für die Wärme eines Schlafsacks: je höher, desto wärmer. Diese Tabelle nutzt 0,5, 1,0, 2,5 und 3,5 TOG, manche Hersteller auch andere Stufen wie 0,2 TOG.
Dieser Artikel gibt Orientierung, keine medizinische Beratung. Bei Fieber oder Sorgen um dein Baby frag deine Kinderärztin, deinen Kinderarzt oder deine Hebamme. Quellen: BIOEG (2025), The Lullaby Trust (2026), NHS (2025), GEPS (2008), Red Nose Australia (2025), WHO Europa (2011) und Herstellertabellen (2026).




